Technische Daten
| Schiffstyp: | Hochseekutter |
| Baujahr: | 1889 |
| Länge über Alles: | 28,50 m |
| Breite: |
6,10 m |
| BRT: | 41 |
| Segelfläche: | 210m² |
| Großmast: | 22,00 m |
| Besanmast: | 14,00 m |
| Maschine: | 150 PS Volvo Dieselmotor |
| Heimathafen: | Hamburg-Finkenwerder |
| Liegplatz: | Kutterhafen, Köhlfleeter Hauptdeich |
| Fahrgebiete: | Elbe, Nordsee, Ostsee |
| Tagesgäste: | 25 |
Historie
Vom Knochenjob zu Seefahrerromantik
Bis in die 1920er Jahre fuhr der „Landrath Küster“ ausschließlich unter Segel. Im Sommer fischte die Crew aus 4 Mann auf der Nordsee, im Winter auf der geschützteren Elbe. Als die massenhaften Anlandungen der großen Fischdampfer die Preise drückten, fischten die Finkenwerder Kutter auch im Winter auf offener See und viele gingen in den Stürmen verloren. Mitte der 1920er Jahre wurden die Finkenwerder Kutter mit Glühkopfmotoren ausgerüstet und damit zu Segelschiffen mit Hilfsmotor. Erstmals wurde ein Ruder- bzw. Kartenhaus auf dem LANDRATH KÜSTER erwähnt mit Angaben zur Maschine. Der Kutter erhielt 1928 seinen ersten Motor mit 25 PS und einen weiteren 85-PS-Motor in den 1930er Jahren. Für die Umbauten wurde die Bünnkonstruktion entfernt. Zwischen 1939 und 1945 wurde der LANDRATH KÜSTER mit Dutzenden ähnlicher Fahrzeuge von der Kriegsmarine dienstverpflichtet und zum Minensuchen in der Ostsee und später vor der französischen Kanalküste eingesetzt. Der Großmast blieb in Holland zurück.
Mit der aufwendigen Restaurierung von 1991 bis 1996 durch den ABM-Träger „Jugend in Arbeit e.V.“ und später die Werft Tollerort (ehemals Lührs Werft) kehrte das Schiff in seinen Originalzustand zurück und fährt wieder unter Segeln. Auch die für Fischereifahrzeuge dieser Art typische „Bünn“, ein durchströmter Frischwasser-Fischraum, sowie Ankerspill und Netzwinde wurden rekonstruiert, um die ursprüngliche Ausstattung wiederherzustellen.
Heute trägt der LANDRATH KÜSTER wieder die Kennung „HF 231“ am Bug und den Heimathafen „Finkenwärder“ am Heck. Die imposante Stärke der Hölzer, die Breite des Rumpfes und das freie Arbeitsdeck verleihen dem Schiff seine besondere Ausstrahlung. Die Restaurierung hat ihn zu einem lebendigen Zeugnis der Seefahrertradition geschaffen.




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